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Wer in Zeiten des digitalen Wandels nicht auf der Strecke bleiben will, muss heute anpassungsfähiger denn je sein.

Noch nie in unserer Geschichte ging Veränderung so schnell – die Digitalisierung hat unsere Art zu lernen, zu kommunizieren und Geld zu verdienen in weniger als einer Generation vollkommen verändert.

Während man noch vor wenigen Jahrhunderten das gleiche Leben führte wie sein Urgroßvater, ändert sich unsere Lebensweise nun mehrmals innerhalb einer Generation.

Diese enorm hohe Rate an Veränderung verlangt von uns dementsprechend ein Höchstmaß an Flexibilität und zwingt uns regelmäßig dazu, bisherige Glaubenssätze über Bord zu werfen.

Martin Luther King JR. brachte es auf den Punkt:

„In Zeiten raschen Wandels können Erfahrungen dein schlimmster Feind sein.“

Dabei hat der Wandel gerade erst begonnen: Kinder, die in den nächsten fünf Jahren geboren werden, könnten (hoffentlich) die Ersten sein, die eine vollkommen neue, digitalisierte Schule erleben werden, eine Schule, die sie dynamisch an die sich stetig wandelnden Gegebenheiten in Leben und Beruf anpasst.

Während staatliche Institutionen oft noch hinterherhinken (Stichwort Artikel 13) und erst vor Kurzem den Sprung vom Overheadprojektor zu Powerpoint gemeistert haben, stellt der digitale Wandel die Arbeitswelt seit Jahren auf den Kopf.

Gerade Kleinunternehmer und Selbstständige sind mit Stichworten wie „Influencer“, „Online Marketing“, „Upload-Filter“ und „Conversion Rate“ leider oft völlig überfordert und wissen nicht, wie sie die Digitalisierung und vor allem die sozialen Medien maßgeschneidert für sich und ihr Unternehmen nutzen können.

Die Rede ist hier nicht von denen, die die digitale Transformation schlichtweg verschlafen und dementsprechend langfristig so oder so von der wacheren Konkurrenz abgehängt werden.

Über 80 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen haben mittlerweile den Schritt in die Digitalisierung und insbesondere in die sozialen Medien gewagt, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten – an Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem mangelt es also nicht.

Konzentrieren wir uns hierbei auf Social Media und all die enthusiastischen und fleißigen Unternehmer, die sich Hals über Kopf in die digitale Welt stürzen, ohne sich vorher über die Spielregeln des digitalen Erfolgs informiert zu haben.

Ihr Problem ist weder mangelnde Anpassungsfähigkeit noch fehlender Einfallsreichtum – sie haben einfach Angst, den Anschluss zu verlieren und treffen infolgedessen voreilige und oft falsche Entscheidungen.

Welche Fehler lassen sich also im Voraus vermeiden und worüber sollte man sich informieren, bevor man durch soziale Medien an neue Kunden herantritt?

Zunächst kommt es auf die Wahl der richtigen Social Media Plattform an.

Leider wissen die Wenigsten, dass Twitter, Facebook, Pinterest und Co. teils ganz eigene Communities an Usern haben, die sich in Alter, Geschlechterverteilung, Interessen, Erwartungshaltung, Nutzerverhalten und Content-Darstellung (foto- oder blogorientiert, Videolänge, Werbeplatzierung etc.) erheblich unterscheiden.

Die Anzahl der Nutzer sagt demnach nicht immer aus, wie erfolgversprechend eine Plattform zur Kundengewinnung ist.

Instagram beispielsweise wird weltweit von über einer Milliarde Menschen (in Deutschland sind es über 15 Millionen) genutzt – dennoch würde ich es nur wenigen Kanzleien oder Arztpraxen als kundenfreundliche Online-Anlaufstelle empfehlen.

Dies liegt jedoch nicht nur an der Infrastruktur und dem Fokus auf vorwiegend audiovisuelle Inhalte, sondern auch schlichtweg am Alter der Nutzer:

Ein Großteil der Instagram-User ist unter 24 Jahre alt, ein Alter in dem sich Viele eher auf Partys und Vorlesungen herumtreiben, als im Gerichtssaal oder beim Urologen.

Die Qualitäten von Anwälten und Ärzten fänden hier somit weniger Abnehmer und könnten sich nicht optimal amortisieren.

Ganz anders sieht es aber für Fotografen, Designer oder Gastronomien aus – sie alle finden in Instagram eine viel geeignetere Plattform, um ihre Werke, Qualitäten oder Erlebniswerte an potentielle Kunden zu bringen.

Umgekehrt bleiben also Steuerbüros, die verzweifelt um Instagram Reichweite kämpfen mit ihren Marketing-Strategien meist ebenso erfolglos, wie Fotografen, deren Internetpräsenz nur aus LinkedIn besteht.

Schlimmer noch: Viele anerkannte Experten verwerfen aus Angst oder falschen Erwartungen ihre bewährt professionelle Kommunikationspolitik und machen damit geradezu kurzen Prozess mit ihrer Seriösität.

So wird aus einem Mediziner schnell ein Hashtag setzender, in Jugendsprache sprechender, Likes sammelnder Content Creator.

Was ich daher auch immer wieder in meinen Digitalisierungsvorträgen anspreche ist:

Die Digitalisierung soll optimieren und nicht substituieren!

Potenzieren Sie Ihre Wertigkeit und kannibalisieren Sie Ihre Qualitäten nicht durch gut gemeinte aber wenig durchdachte Digitalisierungs-Maßnahmen!

Wer aus reiner Angst, etwas zu verpassen, auf jeden Zug aufspringt, wird sein Ziel daher nie erreichen und sich sogar rückw.rts bewegen.

Ein dabei ebenfalls zu oft unterschätzter Punkt ist die „Wertigkeit“ der Follower.

Erstaunlicherweise führt das Motto „je mehr, desto besser“ gerade in Bezug auf Reichweite nicht immer zum Erfolg.

Einem Immobilienmakler in Berlin nützen 5.000 Likes herzlich wenig, wenn davon nur eine Handvoll als potenzielle Kunden infrage kommt, weil der Rest Follower aus München, Köln oder London sind, denen seine Fitness-Beiträge gefallen.

Ein weiteres Paradebeispiel sind Youtuber mit hunderttausenden Abonnenten, deren Videos interessant aber substanzlos sind.

Zwar verdienen auch sie Geld mit Merchandise Artikeln, Werbeanzeigen und Produktplacements, von einer hohen Dichte an kaufkräftigen Abonnenten kann hier jedoch keine Rede sein.

Im Vergleich zu einem kleinen Jura-Kanal mit beispielsweise 8000 Abonnenten, dessen Betreiber aus seinem Video „Nachbarschaftsrecht – 10 juristische Mittel gegen laute Nachbarn“ von 4000 Views vielleicht zehn zu langfristigen Mandanten konvertieren kann, zieht der Erste den Kürzeren – 100.000 Abonnenten hin oder her.

Follower sind also nicht gleich Follower – viel wichtiger als Anzahl sind Dichte und Kaufkraft!

Viele Follower gehen somit auch nicht unbedingt einher mit echter Expertise im Social-Media-Bereich – „Influencer“ mit vielen Followern sind nicht zwingend Experten!

Behalten Sie also gerade in diesen „instabilen“ Zeiten die Kontrolle und schützen Sie sich mit tiefer Recherche, kritischem Hinterfragen, scharfsinnigem Eigenstudium und Wissensaneignung durch adäquate Vorträge, Workshops, Coachings & Co.

Wissensveranstaltungen wie das Digital Heroes Festival sind daher Gold wert!

Ich freue mich deshalb sehr darauf, Sie schon bald neben vielen weiteren Experten bei meinem Vortrag und der Podiumsdiskussion auf dem Digital Heroes Festival begrüßen und begeistern zu dürfen!

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